Canon R7 Praxistest: Erste Erfahrungen und Gedanken

30. August 2022
von Akki Moto
10 Kommentare
Funktionell und ergonomisch präsentiert sich die Rückseite der EOS R7. (Foto: Canon)

Viel diskutiert und lange erwartet lag nun die R7 vor mir. Das Internet war voll von Kommentaren, deren Spannweite von »Toll!« bis »Geht ja gar nicht.« gingen. Meine Erwartungshaltung war nicht ganz so euphorisch. 32 Megapixel auf dem ­Sensor ­einer APS-C-Kamera, das ist eine Pixeldichte für die eine Vollformatkamera 82 Megapixel haben müsste. Leidet darunter die Bildqualität, insbesondere das Rauschverhalten? Also war ein Canon R7 Praxistest angesagt, und ein Vergleich – insbesondere zu meiner R6.

Haptik

Die Kamera liegt gut in der Hand und ist schön leicht. Ein paar Bedienelemente sind dazugekommen oder haben ihren Ort im Vergleich zu meiner EOS R6 verlagert. Der Ein-/Ausschalter befindet sich jetzt rechts und beinhaltet auch die Umschaltung auf die Videofunktion. Dadurch dass die Videofunktion mit auf den Ein-/Ausschalter gelegt wurde, ergeben sich insbesondere in Verbindung mit dem Moduswahlrad Bedienungsfreiräume. So stehen jetzt auch die individuellen Aufnahmemodi C1 bis C3 für Video zur Verfügung. Damit hat die R7 wie die R5 6 C-Bereiche (3 für Foto, 3 für Video).

Der Wechsel des hinteren Drehrades vom SET-Knopf zum Multicontroller ist keine nennenswerte Umstellung. Vielmehr werden dadurch um den SET-Knopf 4 Tasten frei, die noch individuell belegt werden können.

Sichtbarste Änderung auf der Vorderseite der ­Kamera ist der neue AF/MF-Schalter für die Umschaltung zwischen dem manuellen und automatischen Fokus. Traditionell ist dieser Schalter bei Canon am Objektiv und wenn er da vorhanden ist, muss auch an der R7 weiterhin der Schalter am Objektiv betätigt werden. Gerade bei den preiswerteren Objektiven geht Canon anscheinend den Weg, Schalter oder Ringe wegzulassen. So haben z.B. das RF 16 STM, das RF 50 STM, das RF 24-105 STM keinen AF/MF-Schalter mehr.

Canon R7 Praxistest

Jetzt schnell eine SD-Karte eingelegt und den baugleichen und bereits geladenen LP E6NH-Akku meiner EOS R6 eingelegt und ein paar Einstellungen vorgenommen und ab ging es in den Wald. Dort habe ich mich mit meinen Freundinnen und Sportmodels Lotte, Jette, Viva und Zenia vom Lauenburger Hundequartett verabredet.

Klar, der Autofokus musste im Test zuerst daran glauben. Eine Änderung gegenüber der R6, die ich sehr gern mag, ist die Verfügbarkeit der Motivverfolgung in jedem AF-Modus. Einen eigenen AF-Bereich »Motivverfolgung« wie an der R6 gibt es dann nicht mehr, ebensowenig wie die Einstellung AF-Ausgangsfeld für Servo.

An der R6 hat man für die Motivverfolgung den AF-Bereich »Motivverfolgung« gewählt. Mit der Einstellung AF-Ausgangsfeld für Servo hat man dann letztlich die Größe des Bereiches festgelegt, ab dem die Kamera ein Motiv (Auge) suchen sollte – Auto auf dem gesamten Sensor, die anderen Einstellungen beginnend ab dem eingestellten AF-Feld.

An der R7 (wie der R10 und R3) wird die Motivverfolgung jetzt über das Q-Menü komfortabel eingeschaltet. Die Größe des Bereiches, in dem die Kamera das Motiv sucht, wird über den AF-Bereich festgelegt – von Spot bis ganzer Bildschirm geht da alles. Die AF-Bereiche können auf Wunsch begrenzt werden (Menü AF 4). Spannend finde ich die flexiblen AF-Bereiche 1,2 und 3, welche sowohl in der horizontalen als auch in der vertikalen Ausdehnung angepasst werden können. So habe ich mir für Handball den flexiblen AF-Bereich 1 in der vertikalen Ausdehnung vergrößert und in der horizontalen Ausdehnung etwas verkleinert. Spielt meine Handballmannschaft (HSG Büchen-Siebeneichen) von links nach rechts, kann ich dieses Fokusfeld im linken Drittel positionieren. Es ist dann egal, wie groß der Spieler ist oder ob er springt oder sich duckt, ich werde ihn treffen!

Der AF-Bereich wirkt bei eingeschalteter Motiverkennung übrigens nur bei der ersten Fokussierung des Motivs, danach ist die Größe des Nachführrahmens vom Motiv selbst abhängig.

Sowohl mit dem mechanischen als auch mit dem elektronischen Verschluss war ich hochzufrieden mit der Trefferquote der R7 und konnte im Vergleich zur R6 bei guten und normalen Lichtverhältnissen keine Unterschiede feststellen. Lediglich bei stärkerer Dämmerung konnte die R6 noch länger fokussieren als die R7.

Der elektronische Verschluss kann in der Serienaufnahme mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten arbeiten (30, 15 oder 3 Bilder/s). Standardmäßig arbeitet der elektronische Verschluss mit einer akustischen Rückmeldung, die unter Piep-Ton und Lautstärke im Schraubenschlüssel-Menü 3 eingestellt werden kann. Der Piepton könnte da prinzipiell auch ausgeschaltet werden. Aber es gibt noch die Funktion »Leiser Auslöser« (Foto Menü 7), die verschiedene Einstellungen der Kamera so vornimmt, dass der gewünschte Effekt erzielt wird. Die Funktion kann nicht nur in das MyMenu aufgenommen werden sondern auch in die Schnelleinstellungen (das Q-Menü, also die Funktionen auf Sucher und Display). Damit kann erstmals über das Q-Menü über den Umweg »Leiser Auslöser« direkt zwischen elektronischem Verschluss und einem der mechanischen Verschlüsse umgeschaltet werden.

Rosa hat uns besucht: Schwarze Hunde gelten als eher schwierigere Motive für den Autofokus. Mit der R7 geht auch das (zumindest wenn der Hund keine schwarzen Augen hat).

Die Möglichkeit, die Schnelleinstellungen zu konfigurieren, ist ein Highlight der R7. So kann jetzt auch direkt bei der Aufnahme zwischen Mensch, Tier und Personen umgeschaltet werden und im Sucher ist auch ersichtlich, was davon gerade eingeschaltet ist.

Eine weitere interessante Neuigkeit ist der RAW Burst-Modus, der erstmals in einer Kamera des R-Systems verfügbar ist. Beim RAW-Burst-Modus werden mehrere Bilder hintereinander mit dem elektronischen Verschluss aufgenommen und dann gemeinsam in einer einzigen Datei (Canon nennt das Rolle) gespeichert, die wie normale RAW-Dateien ebenfalls die Dateiendung CR3 hat. Die vorläufige Aufzeichnung der Bilder beginnt, wenn man den Auslöser halb durchdrückt. Ist der Puffer der Kamera voll, wird das jeweils älteste Bild wieder gelöscht. Im Kamera-Menü 6 kann man den Raw-Burst-Modus aktivieren. Aktiviert man zusätzlich auch die Voraufnahme, so werden auch die Bilder aufgezeichnet, die 0,5 s vor dem Durchdrücken des Auslösers vorläufig aufgezeichnet wurden. Beispiel: Ein Vogel sitzt auf einem Ast und wird im RAW-Burst-Modus mit Voraufnahme und halb gedrücktem Auslöser fokussiert. Der Vogel fliegt weg und auf Grund der Reaktionszeit des Fotografen wird der Auslöser erst kurz danach durchgedrückt. Dank der Voraufnahme von 0,5 s sind dann die Bilder vom Start des Vogels trotzdem in der Kamera gespeichert. Eine sehr interessante Funktion, die ich zukünftig bestimmt häufiger benutzen ­werde.

Ob es jetzt an kleineren Speichermodulen, an den größeren Bilddateien oder der schnellen Bildrate der EOS R7 liegt, weiß ich nicht. Festzustellen ist aber, dass der Puffer bei Reihenaufnahmen oder im RAW Burst-Modus im Vergleich zu einer R6 schnell gefüllt ist. Nimmt man die 30 Bilder/s mit dem elektronischen Verschluss so kann schon nach 41 Bildern (also nicht einmal 1,5 s) bereits Schluss sein. Einen Hund also einfach loslaufen zu lassen und 10 s durchgehend zu fotografieren geht somit nicht so einfach.

Folgende Maßnahmen können Ihnen helfen, die Aufnahmezeit für Reihenaufnahmen zu erhöhen:

  • Drücken Sie nicht zu früh den Auslöser ganz durch und bringen sie ihn vielleicht während der Bildserie auch zurück in den halb gedrückten Zustand, dann können auch zwischendurch Bilder auf der SD-Karte gespeichert werden.
  • Verringern Sie die Serienbildgeschwindigkeit. Müssen es wirklich 30 Bilder/s sein oder reichen 15 Bilder/s auch?
  • Verzichten Sie auf das gleichzeitige Speichern von RAW- und JPG-Dateien während der Aufnahme.
  • Nutzen Sie ggf. das CRAW-Format. Bitte beachten Sie, dass das CRAW-Format die Bilder komprimiert und weniger Bildinformationen verfügbar sind. Nicht alle Bildbearbeitungsprogramme können das CRAW-Format verarbeiten. Prüfen Sie also vorher Qualität und Kompatibilität dieses Dateiformates in Ihrem Bildverarbeitungsprogramm.
  • Besonders bei niedrigerer Serienbildgeschwindigkeit gelingt es der Kamera, Bilder auf der SD-Karte während der Serienaufnahme abzuspeichern und den entsprechenden Pufferbereich wieder freizugeben. Hier hilft es dann statt einer UHS-I-Karte eine schnellere UHS-II-Karte zu Verwenden.

Mit 15 Bildern/s und dem CRAW-Format alleine in Verbindung mit einer schnellen UHS-II-Karte können dann schon 187 Bilder aufgenommen werden, bevor die Serienbildgeschwindigkeit nachlässt. Das sind immerhin schon mehr als 12 s.

In der Kamera oder in Canons DPP-Software kann man einzelne Bilder aus einer Rolle abspeichern, um diese dann herkömmlich zu bearbeiten.

Bildqualität

Zurück im Büro habe ich mir erst einmal die Bilder auf meinen Computer heruntergeladen. Zum Bearbeiten der Bilder benutze ich vorzugsweise DxO PhotoLab. Die Bildqualität der R7 überzeugt. Durch die hohe Auflösung ist auch ein stärkeres Zuschneiden der Bilder möglich. Ich bevorzuge eigentlich die optische Vergrößerung der Brennweite durch Objektive und Extender (siehe https://www.fotoespresso.de/lange-brennweiten-und-canons-rf-extender/), aber gerade für Wildlife-Fotografen dürfte das ein nicht zu unterschätzender Vorteil sein.

Die hohe Auflösung ermöglicht auch, scharf aufgenommene Bilder sehr stark zuzuschneiden. Die Auflösung des hier resultierenden Bildes ist immer noch größer als die eines 4K-Monitors.

Auf dem kleineren APS-C-Sensor speichert die R7 mehr als 32 Megapixel ab, die Canon R5 auf der gleichen Bildfläche 17,5 Megapixel und die R6 sogar nur 7,7 Megapixel. Die Bildstabilisierung ist bei allen drei ­Kameras nach meiner Erfahrung insbesondere bei ­Einschaltung der Motiverkennung und Verwendung stabilisierter RF-Objektive hervorragend (siehe auch https://www.fotoespresso.de/erfahrungen-mit-dem-bildstabilisator-in-canons-rf-system/). Auf Grund der höheren Pixeldichte ist Bewegungsunschärfe jedoch bei Kameras wie der R5 und noch mehr der R7 in einer 100%-Ansicht schneller zu sehen. Will man Bilder zuschneiden, ist man jedoch auf sehr gute Bildqualität des Ursprungsbildes angewiesen. Mit kürzeren Belichtungszeiten kann das an der EOS R7 erreicht werden.
Die Bildqualität ist das Beste, was ich je an einer Canon APS-C-Kamera gesehen habe, auch sichtlich besser als Bilder der 90D oder der M6 Mark II. Das Rauschen beginnt recht spät und ist wie von Canon gewohnt sehr homogen, d. h. es läßt sich gut bearbeiten. Bis ISO 4.000 ist das Rauschen bei richtiger Belichtung recht unproblematisch, danach kann man die Bilder aber auch noch benutzen.

Viva bei ISO 5.000 – geht doch!

Fazit

Die R7 ist ohne Zweifel die beste APS-C-Kamera die Canon je herausgebracht hat, besser in der Bildqualität, besser im Autofokus, besser in der Bedienung. Und das zu einem wirklich attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis.

Sollte man eher eine R6 oder eine R7 kaufen? Aus meiner Sicht stellt die Frage sich nicht wirklich, denn hier würde es eher um die Frage Vollformat- oder APS-C-Kamera gehen. Die Bildqualität der R6 bei höheren ISO erreicht die R7 nicht. Muss sie auch nicht, denn mit der Entscheidung für eine Vollformatkamera geht auch die Entscheidung für meist teurere und schwerere Objektive einher. Deshalb ist die R7 hier immer eine gute Wahl. Nicht uninteressant ist auch die R10 als leichte und gute Urlaubskamera. Für mich wandert die R7 als Zweitkamera in die Reisefototasche.

Für Video bietet die R7 mehr Möglichkeiten als die wesentlich teurere R6. Ein großer Bildsensor wird für ­Video auch nicht benötigt. Hier sind die Modi Av, Tv sowie C1..C3 verfügbar. Es können auch Videos mit mehr als 30 Minuten Länge aufgenommen werden.

Nicht alles passte in diesen Beitrag, man muss darüber ein Buch schreiben; Tiefenschärfesimulation, optische Suchersimulation, Kreativfilter, Panoramafunktion, die Wasserwaage, die auch Bilder gleich geradestellen kann und das Einblenden von Zusatzinformationen wie der Brennweite im Sucher sind nur einige Themen, über die man noch schreiben könnte.

Transparenzhinweis: Die Kamera und alle benutzen Objektive wurden im Canon-Fachhandel gekauft. Die Vergleichskamera Canon EOS R5 war eine Leihgabe des Canonshop Achatzi. Ich danke Martin Schwabe für den kollegialen Austausch und Anni, Beate und Sabrina für die Motivation und Versorgung meiner canoiden ­Supermodels.

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10 Kommentare:
  1. Vielen Dank für diesen informativen Bericht. Ich bin seit zwei Wochen jetzt neben der R6 auch Besitzer der R7 und insoweit für jeden guten Tip dankbar.

    1. Lieber Herr Pfleger,
      Danke für Ihre Worte. Dieser Beitrag war für Martin Schwabe und mich nur der Anfang. Am Ende steht unser Buch zur R7, natürlich aus dem dpunkt-Verlag, welches Sie hier ( https://dpunkt.de/produkt/canon-eos-r7/?ref=10015 ) nach Erscheinen im November oder jetzt schon im örtlichen Buchhandel oder Buchversand vorbestellen können. Martin Schwabe und ich haben bei diesem Buch viel Wert darauf gelegt, viele kleine und nützliche Tipps und Tricks einzubauen. Wir würden uns freuen, auch Sie als einen unserer Buchleser begrüßen zu dürfen.
      Liebe Grüße
      Akki Moto

  2. So gut wie die technischen Daten sind, so katastrophal ist meiner Meinung nach das Bedienkonzept für Leute, die die R7 als Zusatz zu einer Vollformat-Rx im Auge hatten. Und die Gruppe scheint ja nicht klein zu sein, wenn man die Diskussionen zu ner Crop-R in den letzten Jahren verfolgt hat!

    Nach dem ersten Lesen der technischen Daten nach der Neuvorstellung war das Ding quasi schon gesetzt. Nachdem ich das erste Mal die Rückseite mit den Bedienelementen gesehen habe hats mich nur geschüttelt. WTF, Canon!

    Als Zweitbody (hier zur R6) brauche ich eine Kamera, die ich nach dem schnellen Wechseln blind bedienen kann. Also mit Bedienkonzepten, die möglichst identisch sind. Dass da ein Einschalter oder das Moduswahlrad woanders sitzen, egal. Aber die grundlegenden Bedienelemente MÜSSEN an identischer Stelle bei gleicher Funktion sitzen.

    Das man hier im Einstiegssegment (R10) alles umbaut, auch aus Kostengründen: verständlich. Das man aber das Crop-Topmodell, auf das definitiv viele Besitzer einer Rx scharf sind, so kastriert, ist nicht nachvollziehbar. Da fragt man sich schon, was die Canon-Marktforschung so treibt. Zumal mir unkar ist, wen man sonst mit der R7 primär ansprechen will. Für Umsteiger/Einsteiger ist es ja wohl eher die R10.

    1. Lieber Uwe,

      danke erst einmal für Ihren Kommentar, den ich gern einfach auch so stehen lassen möchte. Denn ob ein System gefällt, ist natürlich auch eine zutiefst subjektive Geschichte, da darf und soll jeder seine eigene Meinung haben.

      Für mich liegt der Unterschied eher im Autofokus, bei dem jetzt alle Modi mit der Motiverkennung arbeiten können. Das ist anders und braucht von einem R6-Benutzer wie mir Umgewöhnung. Andererseits finde ich es spannend zu sehen, wie die R7 und auch die R10 mit Funktionen ausgestattet werden, die bisher nur großen Kameras vorbehalten war (z.B. Cases) und die teilweise nicht mal in der R6 sind (Schnelleinstellungen ändern, Verrechnen der Bracketing-Aufnahmen, Dual Pixel-RAW, Video mit Av und Tv). In diesem Zusammenhang von „kastrieren“ zu reden, halte ich persönlich für nicht ganz so geglückt. Sowohl die R7 als auch die R10 liefern ein spannendes Paket mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis ab.
      Klar auf der Rückseite sind 2 Tasten weggefallen, aber 4 Tasten sind über die Wippe um den SET-Knopf hinzugekommen. Sie liegen etwas anders, aber das hatten wir ja, wenn das für Sie ein nicht hinzunehmender Sachverhalt ist, dann ist das so.

      Ihnen viel Spaß mit Ihrer R6 und bestimmt bringt Canon auch mal wieder etwas, was Ihnen gefällt.

      Liebe Grüße
      Akki Moto

  3. Vielen Dank für diesen hilfreichen Artikel. Als zufriedener Besitzer einer R5 bin ich auf der Suche nach einer Zweikamera. Gedanklich war ich inzwischen zwischen gebrauchter R6 und neuer R7 unterwegs. Ihr Artikel hat den Schwerpunkt nun deutlich zur R7 verschoben. Meinem Vorschreiber, der die unterschiedlichen Bedienkonzepte bemängelt stimme ich zu. Das ist schade, aber jetzt auch kein Grund für mich, mich gegen die R7 zu entscheiden.
    Viele Grüße
    Andreas Kaiser

    1. Guten Tag Herr Kaiser,

      die Frage nach der perfekten Zweitkamera zur R5 ist nicht ganz so einfach zu beantworten. Es hängt viel von den Motiven, vom vorhandenen Objektivfundus ab. Zur R5 sehe ich auch die R6/R3, die ganz andere Qualitäten insb. im Bereich Lowlight haben. Gerade in der hohen Auflösung ähneln sich die R5 und die R7 doch schon, was auch zu ähnlichen Problemen führt. Ich sende Ihnen eine Mail und kann Ihnen zum Thema ein Telefonat anbieten.

      Liebe Grüße
      Akki Moto

  4. Ich bin auch ein Besitzer einer R5 und bin sehr zufrieden damit. Jetzt vor kurzem habe ich mir als Zweitkamera eine R7 zugelegt, die will ich fast ausschließlich für Tier- und Vogelfotografie nutzen, so wie vorher meine 7D Mark II . Es gibt zur R7 leider noch keine Praxisbücher und die mitgelieferte Bedienungsanleitung ist wie bei der R5 weniger als dürftig. Es gibt sie vollständig nur als PDF-Datei zum Herunterladen. Bei der R5 habe ich die Einstellungen für die Tierfotografie auf C1 abgespeichert. Kann man diese Einstellungen eins zu eins auf die R7 übertragen oder gibt es da Unterschiede?

    1. Guten Tag Herr Ullrich,
      die R5 und die R7 sind beides tolle Kameras. Ich selbst bin bekennender Leser von Bedienungsanleitungen und finde die Canon-Bedienungsanleitung jetzt nicht so schlecht. Sie tut was sie soll und beschreibt 1:1 vorhandene Funktionen. Weil man gut drin suchen kann, nutze ich gern die Online-Ausgabe der Bedienungsanleitung: https://cam.start.canon/de/C005/manual/html/UG-00_Before_0030.html
      Was diese Bedienungsanleitung nicht kann ist, Hintergründe zu erklären, Empfehlungen abzugeben und Tipps und Tricks wiederzugeben. Dafür haben sich Martin Schwabe und ich zusammengetan und ein entsprechendes Buch – natürlich hier im dPunkt-Verlag – geschrieben. Dieses können Sie nach Erscheinen im November hier auf der Verlagsseite https://dpunkt.de/produkt/canon-eos-r7/?ref=10015 oder schon jetzt im örtlichen Buchhandel und bei den Buchversendern vorbestellen.
      Auch bei der R7 können Sie Einstellungen auf C1 speichern. Ein elektronisches Übertragen von der R5 ist nicht möglich und auch nicht sinnvoll, da die R7 insbesondere mit der Motiverkennung etwas anders umgeht. Man kann auf beiden Kameras sogar bestimmte Einstellungen auf eine Taste legen. Das Grundprinzip der Benutzung der Modi C1..C3 ist aber identisch.
      Ich hoffe Ihnen etwas weitergeholfen zu haben.
      Liebe Grüße
      Akki Moto

      1. Eine Frage hätte ich noch. Werden die Online-Bedienungsanleitungen immer aktualisiert wegen neuer Firmware für die Kameras und damit eventuell neuer Funktionen?

        1. Hallo Herr Ullrich,

          für die Firma Canon kann ich nicht sprechen (in der Frage ob es immer so gemacht wird). Ich kann Ihnen aber meine Erfahrung als Freund der Marke Canon gern mitteilen. Nach meiner Beobachtung werden die Dokumentationen besonders bei Änderungen in der Funktionalität angepasst. Das gilt sowohl für die Bedienungsanleitung als PDF als auch online und es gilt auch für die deutsche Dokumentation. Die deutsche Dokumentation kommt natürlich zeitlich meist etwas verzögert. So ist z.B. im Handbuch der EOS R6 die Funktion Immer Electronic MF dokumentiert obwohl diese Funktion bei Erscheinen der Kamera noch gar nicht in der Firmware enthalten war.

          Liebe Grüße
          Akki Moto

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