Sind Ihre Bilder gut?

02. Juni 2020
von Gerhard Rossbach
2 Kommentare

Eine schwierige Frage! Bildkritik ist nicht einfach, vor allem wenn es um die eigenen Arbeiten geht. Überhaupt ist Selbstkritik eine komplizierte Angelegenheit, da macht die Fotografie keine Ausnahme. 
 
Es gibt die Selbstbewussten unter uns, die mit einem gesunden Maß an Vertrauen in die Qualität der eigenen Arbeit ausgestattet sind. Und da sind die anderen, die die eigene Arbeit oft eher kritisch sehen. 
 
Schließlich gibt es noch uns, die Unsicheren, die nicht so genau wissen, wie sie die Qualität ihrer Fotografie einschätzen sollen. Das Feedback, das wir erhalten, ist überwiegend oberflächlich, nicht selten in Form von »Likes«, wenn wir Glück haben, auch mal fundiert und von jemandem, dessen Urteilsvermögen wir schätzen. Wir selbst fühlen uns im konkreten Fall bei der Frage »Ist dieses Bild gut?« oft überfordert, auch wenn wir intuitiv, also auf einer emotionalen Ebene, durchaus eine Wertung vornehmen. Dagegen ist nichts zu sagen, aber wir wollen ja verstehen, warum wir so auf unsere Bilder reagieren, warum wir ein Bild als gelungen, ein anderes als schwächer betrachten. Welche sind die Elemente, die Eigenschaften, die formalen und inhaltlichen Kriterien, die zu meinem intuitiven Urteil führen?

Genau diesem Thema widmet sich David duChemin in seinem neuen Buch »Das Herz der Fotografie«. Dabei liefert er keine Rezepte oder Formeln für »das gute Bild«. Vielmehr stellt David duChemin Fragen, die uns zu unseren eigenen Antworten führen. Er liefert Ideen und Beispiele, die es uns leichter machen Bilder zu analysieren, und weist uns mit seinem Buch den Weg zu stärkeren und authentischeren Bildern.

David ist nicht nur ein leidenschaftlicher und exzellenter Fotograf, sondern auch ein guter Lehrer — und ein kluger Kopf. Sein Buch »Die Seele der Kamera« [The Soul of the Camera] ist eines der meistgelesenen Bücher über Fotografie weltweit.

Nicht zuletzt möchte ich Ihnen David duChemin auch als »begleitenden Fotografie-Mentor« ans Herz legen, als Sinnstifter in Schaffenskrisen und als Motivator, der unsere Begeisterung für die Fotografie immer wieder neu entfacht: https://davidduchemin.com

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2 Kommentare:
  1. Mit der Frage nach der Qualität einer Fotografie habe ich mich immer wieder beschäftigt. Leider (oder glücklicherweise?) gab es dazu keine abschließende Antwort. Ich bin gespannt, zu welchem Ergebnis David duChemin kommt.
    In meinem Blogbeitrag „Ist eine Bildaussage Pflicht?“ versuche ich es auf der Basis von Inhalt (Bildbeschreibung) und Form (Bildanalyse), die die Grundlage für die Aussage (Bildinterpretation) bilden (https://www.w-fotografie.de/ist-eine-bildaussage-pflicht/). In meinem ausführlicheren Artikel „Knackscharf – also gut?“ gehe ich detaillierter auf die Frage nach der Qualität eines Fotos ein (https://www.w-fotografie.de/wp-content/uploads/2016/02/Beitrag_1-L_Wiese-Fotografie.pdf).

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