Fototipp der Woche: Weitwinkel aus der Froschperspektive

01. Februar 2013
von Gerhard Rossbach
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Die meisten Fotografen gehen einfach nur ganz normal durch die Gegend und fotografieren das, was sie sehen – und halten die Kamera dabei auf Augenhöhe. Dabei ist es ganz einfach, einmal etwas anders zu machen…

Wenn Sie Ihre Bilder immer nur aus der Augenhöhe aufnehmen, zeigen Sie dem Betrachter Ihrer Bilder nichts anderes als das, was derjenige selbst den ganzen Tag lang sieht. Sehr viel spannender und interessanter wird es jedoch, wenn Sie ihm etwas zeigen, was er nicht kennt: Die Welt aus der Perspektive eines Käfers, Frosches oder Hundes.
Es gibt kaum etwas Einfacheres als das, Sie müssen Ihre Kamera nur nah über den Boden halten und etwas nach oben drehen. Diese Perspektive ist für jeden Betrachter vollkommen ungewohnt, denn wer legt sich schon auf den Bauch, um die Gangschaltung eines Fahrrads aus der Nähe, einen Rosenbusch über sich aufragen oder einem Hund von unten in die Augen zu sehen?


Damit Sie bei solchen Bildern den Ausschnitt ganz gezielt wählen können, können Sie sich natürlich auf dem Boden legen und durch den Sucher sehen. Viel einfacher sind jedoch dreh- oder schwenkbare Monitore mit Live-View-Funktion. Zur Not können Sie jedoch auch den Autofokus und die Belichtung auf Automatik stellen und ohne durch den Sucher zu sehen fotografieren. Nutzen Sie dazu ruhig die Serienbildschaltung und machen mehrere Bilder, während Sie die Kamera etwas bewegen. Anschließend wählen Sie einfach das mit dem besten Bildausschnitt aus.
Besonders gut geeignet für solche Fotos sind Weitwinkelobjektive. Durch deren großen Bildwinkel passen viel Motiv und noch mehr Umgebung mit auf das Bild und Sie müssen nicht immer ganz exakt auf den Bildausschnitt achten, um alles Wichtige im Bild zu haben. Auch die geringe Mindestfokussierentfernung hilft Ihnen, wenn Sie nah an Ihr – kleines – Motiv herangehen, um es groß herauszustellen.
Probieren Sie die Kombination aus Weitwinkel und Froschperspektive ruhig einmal aus. Legen Sie Ihre Kamera statt sich selbst ins Blumenbeet und besehen Sich die Tulpen einmal von unten. Und Sie werden feststellen, wie ungewohnt spannend es wirkt, wenn etwas so Kleines plötzlich wie Wolkenkratzer turmhoch aufragt.

 

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